Wann bildet sich Schimmel?

Ursachen der Schimmelbildung

Schimmelpilz in Gebäuden wird in erster Linie durch einen Überschuss an Feuchtigkeit verursacht. Dadurch werden die anderen Wachstumsparameter erst wirksam. Wasserschaden, Rohrbruch, defekte Gebäudehülle, Wärmebrücken usw. sind daher nicht zu unterschätzen.

Eine Hauptursache für Schimmelbildung in Gebäuden ist Feuchtigkeit. Hier finden Schimmelpilze ein großes Nahrungsangebot:

  • Zellulose wie z.B. Tapeten, Holz, Gipskartonplatten, usw.
  • Leckagen an Wasserer- Heizungs- Abwasserleitungen
  • Eindringende Feuchtigkeit von außen
  • Wärmebrücken bei denen sich Kondenswasser bilden kann

Voraussetzungen der Schimmelbildung

  • „Freies“ Wasser bei ca. 70%,  bei den meisten Arten eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 80% im Oberflächenbereich
  • Ausreichend Zeit in Verbindung mit Feuchtigkeit zum Aussporen. Diese beträgt allerdings nur ca. 5-6 Tage!
  • Organisches Material als Nahrung:  Farben, Tapeten, Staub, Kunststoffe, Gummi aufgrund der enthaltenen Weichmacher, Treibmittel & diversen Kohlenstoffverbindungen
  • PH-Wert zwischen 2 und 11, wobei das Optimum bei 5-7 liegt. Variabel ist der nötige PH- Wert von Pilz zu Pilz
  • Sauerstoff wird nur eine geringen Menge benötigt. Als Beispiel: Der Mensch benötigt mindestens 17 %,  Schimmelpilz nur 0,14 % – 0,25 %

Luftfeuchtigkeit als Problem

Raumluftfeuchtigkeit schlägt sich auf kühlen Bereichen von Zimmerwänden (oder an Fenstern etc.) nieder – dort (oder an anderer Stelle, wohin das Wasser eventuell abfließt) entsteht bei vorhandenem Nahrungsangebot Schimmel. Die Luftfeuchtigkeit rührt nicht nur vom Baden und Kochen her, sondern schon vom Atem der Bewohner. Einzelne Bauschimmelarten treten schon ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % auf, fast alle restlichen ab 80 %.

Früher waren bei Fenstern die Rahmen und Fugen undicht, so wurde die Raumluft immer entfeuchtet.  Zur Energieeinsparung wurden solche Fensterrahmen im Laufe der Jahre durch neue dichte Rahmen und Thermoverglasungen ersetzt. Ein natürlicher Luftaustausch ist so nicht mehr möglich. Nur durch regelmäßiges und richtiges Stoßlüften kann dieser Effekt nun herbeigeführt werden.

Wir empfehlen in den Wintermonaten:

  • auch tagsüber Heizung an
  • Thermostat ca. 18° und die Fenster geschlossen halten
  • halten Sie ebenso alle Türen geschlossen
  • Ca. 3-4 mal täglich Stoßlüften, bestenfalls mit Durchzug
  • die Fenster hierzu ganz öffnen und nicht nur kippen
  • Entfernen Sie große Gegenstände wie z. B.: Möbel, Bilder oder ähnliches von Außenwänden oder sorgen Sie für genügend Belüftung. Schaffen Sie hierfür einen Wandabstand von ca. 5 cm.
  • Lüften Sie auch bei Regenwetter
  • Sehr wichtig: Nach dem Einbau von Iso-Fenstern: ab sofort häufiger lüften.

Haben Sie Schimmelbefall und möchten den Schimmel loswerden?

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